Themen & Texte




7.5.

Die große Schuld

Rabbi Bunam sprach zu seinen Chassidim: „Die große Schuld des Menschen sind nicht die Sünden, die er begeht – die Versuchung ist mächtig und seine Kraft gering!
Die große Schuld des Menschen ist, dass er in jedem Augenblick die Umkehr tun kann und nicht tut.“


aus: Martin Buber, Die Erzählungen der Chassidim, Zürich 1949

Scheitern und Fehler sind menschlich, jeder einzelne und jede Gemeinschaft erfährt das. Die Versuchung ist mächtig. Schämen wir uns nicht mancher Irrwege, sie gehören zu unserer Lebensgeschichte.
Viel schwerer wiegt, wenn wir die Chance der Veränderung nicht wahrnehmen. Jeder Augenblick ist offen, neu zu denken, anders zu handeln, die Richtung des Lebens zu ändern. Gerade in krisenhaften Zeiten ist das die große Chance.


8.5.

Unikum

Im Zug redet
einer von Gott.

Die Leute schauen Löcher
in den Mann.

Dann lächeln sie
Verständnisvoll
und frösteln.


Beat Brechbühl (*1939)


Ironische und zugleich bewegende Zeilen.
Von Gott zu sprechen, das kommt nicht mehr an. Es wird verbreitet ignoriert.
„Vergleichgültigung“ allerorten und allenthalben.
Nur noch ein müdes Lächeln.
Und dann: Frösteln.

Von Gott wurde so viel geredet, unwürdig und missbräuchlich, ohne jede Wärme.
Viele haben sich abgewandt.
Doch die Kälte ist geblieben.
Gelänge es uns doch, so von Gott zu sprechen und ihn so zu bezeugen, dass Wärme gespürt werden könnte. Vielleicht wird diese Aufgabe künftig immer wichtiger…


9.5.

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.
Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.
Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.


Lothar Zenetti, aus: Auf Seiner Spur. Texte gläubiger Zuversicht, Ostfildern 4. Auflage 2006, von Konstantin Wecker vertont.


Alles spricht mit viel Hoffnung von der Normalität? Was ist normal?
War das Leben vor der Krise normal?
Orientiert sich Normalität an dem, was alle tun?
Der Weg in die sogenannte „neue Normalität“ lädt ein, vertieft darüber nachzudenken, wie ich ihn gehen will.






























Ich lasse mich als Referent gerne auf ein Thema ein, das mir Veranstalter stellen. Dies ist immer wieder eine Herausforderung.


Hier sind einige Themen der letzten Jahre:
Bevor ich auf der Strecke bleibe - aus tiefen Quellen Kraft schöpfen
So nah und so fern - Gotteserfahrung in unserem Leben
Damit die Zeit nicht verrinnt – dem Leben Tiefe geben
Glück und Gesundheit – gibt es dafür ein Rezept?
„Die Sonne sehen, auch wenn es dunkel ist“ - Hoffnung im Leid
Krisen aus dem Glauben bewältigen 
Passt der christliche Glaube in die moderne Gesellschaft?
Befreiender Glaube - Befreites Leben
Warum Beten wichtig ist
Weichen stellen - Inspirationen für eine selbstbestimmte dritte Lebenshälfte
Die Macht der Worte
Freude und Freunde im Alter
Spiritualität als heilsame Lebenskraft
Menschen erwarten Heilung - Hoffnungen und Erfahrungen
Mich schützen und stärken - dem Hamsterrad entkommen


Firmen, Verbände und Kliniken haben in den letzten Monaten um folgende Veranstaltungen und Fortbildungen gebeten:
Ressourcen schützen - dem Burnout vorbeugen
Höher, schneller, weiter - und wo bleibt der einzelne Mensch?
Preise, Werte, Würde - worauf kommt es an?
Allen Erwartungen gerecht werden - und wo bleibe ich?
Innere Kraftwerke - Ermutigung zur persönlichen Energiewende
Grenzen setzen – auf mich achten
Mich schützen und stärken – Resilienz aufbauen

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen